Konzeption

Ökonomie im Alltag - Screenshot-Slider

Konzeption
Ausganspunkt aller zehn Filme ist die vierköpfige Familie Sommer. Während diese im Film zum Konsumkonflikt gemeinsam agiert, treten die verschiedenen Mitglieder in anderen Film einzeln in unterschiedlichen Rollen auf. Alle zehn Filme stehen für sich und können einzeln eingesetzt werden. Die Fokussierung auf die Handlungen der unterschiedlichen Akteure der Familie in wechselnden Kontexten eröffnet jedoch Chancen zur Vermittlung erweiterter Einsichten bei den Schülerinnen und Schülern:

  • Es erfolgt eine Konfrontation mit Alltagssituationen, die so oder ähnlich den Schülerinnen und Schülern bekannt sind. Dies schafft Motivation für die Auseinandersetzung mit den diesen zugrunde liegenden Strukturen und Prozessen und ermöglicht die Anknüpfung an die eigenen Erfahrungen.
  • Wiederkehrende Konflikte und Problemlagen werden nicht abstrakt dargestellt, sondern anhand konkreter Problemlagen sichtbar gemacht. Aufgeworfene Fragen bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für die anschließende unterrichtliche Klärung.
  • Die gewählte Vorgehensweise vermittelt den Schülerinnen und Schüler zudem die unterschiedlichen Rollen und Funktionen, die Individuen in den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontexten der heutigen Zeit auszufüllen und zu bewältigen haben. So ist der Vater einerseits Familienmitglied und eingebunden in die häuslichen Entscheidungsprozesse, andererseits hat er dafür Sorge zu tragen, dass die Abläufe seines Unternehmen reibungslos funktionieren und dessen Existenz über die Bestimmung angemessener Zielsetzungen langfristig gesichert wird. Die Mutter wiederum agiert ebenfalls als Haushaltsmitglied, darüber hinaus jedoch als Angestellte eines Unternehmens und (kommunal)politisch aktive Bürgerin.
  • Werden die Filme über den gesamten Verlauf eines oder mehrerer Jahrgänge sukzessive eingesetzt, erschließen sich den Schülerinnen und Schüler die Beziehungen zwischen den dargestellten Aspekten und Prozessen. Deutlich wird z. B., dass der Vater einen hohen Aufwand betreiben muss, um die Existenz seines Unternehmens zu sichern und dass dieser Umstand auch seine Einstellung im Konflikt innerhalb der Familie um die „richtige“ Einkommensverwendung prägt.

Alle Filme verfügen über „offene Enden“. Es werden somit keine Lösungen der Konflikte und Fragestellungen geliefert. So erfolgt z. B. im Falle des Streits der Eltern mit einem Autohändler um die Durchsetzung von Gewährleistungspflichten keine abschließende juristische Klärung. Die Einschaltung entsprechender Institutionen wird lediglich erwägt bzw. angedroht und kann anschließend im Unterricht hinsichtlich ihrer Wirkungen näher beleuchtet werden.