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Energie im Fernsehprogramm

Energie im Fernsehprogramm

  10 / 2018    

Energie im Fernsehprogramm
Energie im Fernsehprogramm

In den kommenden Wochen dreht sich das Fernsehprogramm vor allem um Energie, deren Erzeugung, deren Folgen und was wir Menschen an Energie verbrauchen. Die Sendungen bleiben in diesem Zusammenhang nicht in Deutschland. Zwar wird die grüne Hauptstadt im Ruhrpott vorgestellt, aber auch Frankreichs Aversion zur Kernenergie, ein Solarstaat in der Südsee und nachhaltige Architektur in Dänemark. Ein besonderes i-Tüpfelchen ist außerdem die Kurzreportage über einen ganz besonderen Beruf: Bautechnische/r Assistent/in für Gebäude-Energie-Design, bei dem unter anderem regenerative Energiekonzepte geplant werden.

 

7. November, ARD Alpha, 21:00 Uhr: Wie Energiekonzerne den Klimawandel vertuschen – Die geheimen Machenschaften der Ölindustrie

Inhalt: Die Dokumentationen dieser Reihe sind sowohl ein journalistisches als auch ein filmisches Produkt. Die Eckpfeiler sind gute Recherche, ein klarer Erzählstil und berührende Themen. Beispielhaft für eine Entwicklung, für ein Phänomen der Gesellschaft, wird hier jeweils ein "Fall" erzählt.

 

4. November, Arte, 16:30 Uhr: Nachhaltige Architektur – Von einer Müllverbrennungsanlage, die Spaß macht

Inhalt: In Dänemark haben Architekten früh begonnen, Nachhaltigkeit als Teil der Architektursprache zu begreifen. Kopenhagen will 2025 die erste CO2-neutrale Großstadt werden. Hier stehen viele originelle und zugleich ökologisch durchdachte Gebäude, wie etwa das erste CO2-freie Gebäude Dänemarks, das "Green Lighthouse" von Christensen & Co., das abenteuerliche "Mountain"-Gebäude der hippen, international erfolgreichen Architekten von BIG oder eine spektakuläre Schule von C.F. Møller. Alle Architekturprojekte von BIG verbinden das Ökologische mit dem Spielerischen, hedonistische Nachhaltigkeit ist das Markenzeichen des Büros, das derzeit als wohl originellste Kreativzelle der jüngeren dänischen und internationalen Architektur gilt.

 

4. November, WDR, 14:30 Uhr: Das Wunder von Essen – Grüne Hauptstadt Europas!

Inhalt: Ausgerechnet Essen! Die Stadt mitten im Ruhrgebiet, die über Jahrzehnte von Kohle und Stahl geprägt wurde und in den Köpfen vieler immer noch als grau und hässlich herumspukt, wurde von der EU-Umweltkommission mit dem Titel "Grüne Hauptstadt Europas 2017" ausgezeichnet. Was macht Essen zu einer lebenswerten, grünen Stadt? Und was hat sie über die Jahrzehnte dafür getan? Die Dokumentation von Ulrike Brincker geht dieser Geschichte nach. Über Generationen wurde Essen vor allem mit dem Bergbau verbunden - und mit dem Stahlgiganten Krupp. Der Himmel über Essen war wie überall im Ruhrgebiet lange voller Rauch und Ruß, die Stadt stand in erster Linie für harte Arbeit und nicht etwa für Erholung. Daran hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten so viel geändert, dass es jetzt einen grünen Titel wert ist. Zum ersten Mal geht diese Auszeichnung an eine Stadt der Montanindustrie. Damit soll Essen auch als Vorbild für andere europäische Städte im Strukturwandel gesehen werden. Aber was ist das Besondere, das Essen heute (und in Zukunft) zu einer lebenswerten und umweltbetonten Stadt macht?

 

3. November, ARD, 16:30 Uhr: Weltspiegel-Reportage: Atom mon amour! Frankreich und die Kernenergie

Inhalt: Die Atomkraft ist tot, es lebe die Atomkraft! Kein anderes Land liebt seine Atomenergie so sehr wie Frankreich. Sie ist Teil der nationalen Identität. Deutschland will abschalten, Frankreich dagegen erlebt den so genannten Atomfrühling. Die Meiler produzieren drei Viertel des Stroms. Wer auf die Risiken hinweist, hat's schwer. Landwirt Jean-Paul Simon aus Cirfontaine etwa landete vor Gericht, weil er Atomkraftgegnern seine Landwirtschaftsmaschinen zur Verfügung gestellt hatte. Seitdem sind seine Maschinen beschlagnahmt. Selbst in Fessenheim an der deutschen Grenze gibt es kaum kritische Stimmen, obwohl das uralte Kraftwerk dort regelmäßig für negative Schlagzeilen sorgt. Kein anderer Meiler hat so viele sogenannte Zwischenfälle erlebt wie dieser. Und trotzdem ist die Stadt kaum vorbereitet auf einen möglichen Unfall. Es gibt Jodtabletten in den Apotheken und Handzettel, die aus einem Atommuseum stammen könnten. Warum tickt Frankreich so anders?

 

24. Oktober, Arte, 9:25 Uhr: Die Ausbeutung der Urwälder – Kann ein Öko-Siegel die Forstindustrie stoppen? (Wiederholung: 2.11.)

Inhalt: Der kambodschanische Urwald wurde seit dem Jahr 2000 bis auf 25 Quadratkilometer völlig abgeholzt. Die anhaltende Abholzung der Erde ist für mehr CO2 Emissionen verantwortlich als alle Autos und Lastwagen. Die internationale Organisation Forest Stewardship Council (FSC) ist ein Verein zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft. Das FSC-Siegel gilt weltweit als das wichtigste Ökosiegel. Mit Hilfe des FSC soll der Verbraucher Möbel, Papier, Terrassendielen und andere Güter aus "umweltgerecht" gefälltem Holz erkennen können. Der FSC mit Sitz in Bonn hat bislang das Forstmanagement für mehr als 200 Millionen Hektar Wald zertifiziert. Dies entspricht einer Fläche etwa so groß wie Westeuropa. Manfred Ladwig und Thomas Reutter ziehen eine spannende Bilanz: Sie filmten monatelang an globalen Hotspots der Abholzung. Was haben 25 Jahre FSC gebracht?

 

23. Oktober, WDR, 14:05 Uhr: Die Sonnenmenschen von Tokelau – Drei Südseeinseln gründen den ersten Solarstaat der Welt

Inhalt: Drei einsame Atolle mitten im Pazifik: Der Südseestaat Tokelau liegt 500 Kilometer nördlich von Samoa und gilt als eines der abgelegensten Länder der Welt. Nur alle zwei Wochen verbindet eine Fähre in 30-stündiger Fahrt die Inseln mit Samoa, ans Telefonnetz wurden sie erst 1994 angeschlossen - als letztes Land der Erde. Die Menschen leben hier seit Jahrhunderten mit dem "Inati"-System, einer Art Urkommunismus, in dem alles geteilt wird. Strom gab es bisher nur an wenigen Stunden am Tag - erzeugt von lärmenden Dieselgeneratoren. Der Treibstoff dafür musste Fass für Fass mit der Fähre aus Samoa herangeschafft werden - 200 Liter am Tag. Seit zwei Jahren sorgt nun ein Solarkraftwerk rund um die Uhr für eine stabile Stromversorgung. Tokelau, das lange so rückständig war, ist damit das erste Land der Welt, das seinen Strom zu 100 Prozent aus Solarzellen bezieht. Wie hat sich das Leben dadurch verändert? Das Filmteam hat die Inselgruppe besucht.

 

23. Oktober, ARD Alpha, 10:15 Uhr: Ich mach’s! – Bautechnische/r Assistent/in Gebäude-Energie-Design

Inhalt: Sie planen und berechnen den Einsatz von regenerativen Energiekonzepten. Sie kennen sich mit Wärmedämmung aus. Sie verbessern die Heizungs- und Klimatechnik in Häusern. Bautechnische Assistenten Gebäude-Energie-Design arbeiten in Architektur- und Ingenieurbüros, in Bauämtern, in staatlichen Institutionen und in Betrieben des Handwerks und der Industrie. Mehr als 400 Berufe im Dualen System, dazu kommen Lehrstellen bei Behörden und der Bahn, außerdem locken Fachschulen mit ihren Abschlüssen: Doch welche Ausbildung ist für wen richtig? Dazu die Fragen zum lieben Geld und zu den Stellenchancen. ARD-alpha bringt es auf den Punkt. "Ich mach's!" stellt jede Woche einen Beruf vor. Unser Angebot wächst ständig. Also: immer mal wieder reinschauen und Neues entdecken.

 

23. Oktober, HR, 06:15 Uhr: mySchool – China: Ökologie und Wirtschaft (2/7)

Inhalt: Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas hat zerstörerische Folgen für die Umwelt. Schwindende Wasserreserven sowie Luft- und Wasserverschmutzung stellen das Land vor beinahe unlösbare Probleme.

 

18. Oktober, HR, 20:15 Uhr: Alles Wissen – Das Wissensmagazin – Mobilität zwischen Krise und Umbruch

(Wiederholung: 20.10., 7:50 Uhr; 21.10., ARD Alpha, 16:30; 23.10., 3:45 Uhr)

Inhalt: Das Schienennetz für den Güterverkehr ist überlastet, Blechlawinen quälen sich in endlosen Staus über Autobahnen, Städte werden durch hohe Stickstoffwerte und Feinstaubkonzentrationen zur bedrohlichen Gesundheitsgefahr. In dieser Sendung wird der Frage nachgegangen, ob E-Fahrzeuge eine umweltfreundliche Alternative wären. Dafür unterzogen die Filmautoren Elektroautos einem Test. - Güterverkehr auf der Schiene wird ausgebremst

 

17. Oktober, 3sat, 21:05 Uhr: Strom des Lebens

Inhalt: Die Mobilität ist einer der weltweit größten Treiber des Energieverbrauchs. Der Transport von Personen und Gütern auf Straße, Schiene und in der Luft ist für rund 34 Prozent des anfallenden Energieverbrauchs verantwortlich. Die Elektrifizierung der Mobilität hat bereits begonnen und könnte - wie das Beispiel Norwegen zeigt - eine Lösung sein. Allerdings nicht für Lkw und Industriefahrzeuge.

 

17. Oktober, 3sat, 20:15 Uhr: Strom des Lebens

Inhalt: 2018 wird laut Prognosen das Jahr mit dem bisher höchsten Energieverbrauch aller Zeiten werden - und der Stromverbrauch wird Schätzungen zufolge weiter drastisch steigen. Gleichzeitig allerdings gehen die Reserven an fossilen Energieträgern - Öl, Gas, Kohle - langsam zur Neige. Wie weit sind überhaupt Technologien vorhanden, die unseren wachsenden Hunger nach Strom abdecken und eine neue Strom-Ära bringen? Nahe der marokkanischen Wüstenstadt Ouarzazate entsteht derzeit das größte und leistungsfähigste Solarkraftwerk der Welt. Das Solarkraftwerk Noor, auf Arabisch "Licht", soll bis 2020 fertiggestellt sein und umfasst dann vier Blöcke. In seiner Endausbaustufe soll Noor insgesamt 1,3 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Die Sonne ist der leistungsfähigste Energielieferant unserer Galaxie und könnte theoretisch die gesamte Menschheit mit Strom versorgen. Doch sind die Technologien vorhanden, die uns in diese neue Strom-Ära bringen sollen?

 

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