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Energie im Fernsehprogramm

Energie im Fernsehprogramm

  04 / 2019    

Energie im Fernsehprogramm
Energie im Fernsehprogramm

Der April macht, was er will. Für das Fernsehprogramm wissen wir aber jetzt schon, was im April und Mai läuft. So spielen, die Moore als Klimaretter eine Rolle und im Gegensatz dazu die Kohle als Klimakiller. Aber passend zu den Osterferien lässt sich auch einiges lernen, wie im Urlaub das Klima bedacht werden kann. Und sobald der nächste Aprilschauer niederprasselt, lässt sich auch einiges mehr im TV-Programm entdecken.

 

01. Mai, ARD ALPHA, 21:00 Uhr: Unser Torf: Klimakiller aus dem Moor (Wiederholung: 02. Mail 13:45 Uhr)

Inhalt: In Deutschland brennt im Herbst 2018 bei Meppen über Wochen eine riesige Fläche Moorland und kann kaum gelöscht werden, Feuer frisst sich unterirdisch durch einen trockengelegten Torfkörper. Schlagartig sprechen alle wieder über eine urdeutsche Landschaft, die in Deutschland fast verschwunden ist: das Moor. Ohne Bedenken wurden in Deutschland die Moore zu 97 Prozent trockengelegt. Das rächt sich nun. Torf ist die Grundlage der industriellen Pflanzenproduktion. Ohne Torf kein Gemüse. Obwohl unter vielen Wiesen und Äckern in Deutschland noch das trockene Moor liegt, darf es so gut wie nicht mehr abgebaut werden. Ein Problem für die Torfproduzenten, die deshalb inzwischen ins Baltikum ausgewichen sind. Dort ist der Torf billig und noch reichlich vorhanden. Hans Joosten aus Greifswald ist einer der führenden Wissenschaftler der Welt in Sachen Moor. Der Professor kämpft dafür, dass trockenes Land wieder vernässt wird. Um Moorbrände zu verhindern und aus Klimaschutzgründen, denn trockene Moore dünsten den Klimakiller Kohlendioxid in großem Umfang aus. Doch er weiß, dass die trockengelegten Moore in Deutschland nicht komplett der Natur zurückgegeben werden können. Ein Kompromiss in Sachen Klimaschutz und Landnutzung ist die Paludikultur, das Wirtschaften auf nassen Böden. Auch Torfproduzenten machen sich Gedanken, wie der Torf künftig ersetzt werden kann. Es kommt zu ungewöhnlichen Allianzen: Moorschützer und Torfabbauer versuchen gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie der Torf ersetzt werden kann. Denn noch ist Torf nicht zu ersetzen, wenn die Menschen auch künftig überall und zu jeder Zeit frisches Gemüse im Supermarkt kaufen wollen.

 

29. April, HR, 21:00 Uhr: Lasst die Kohle in der Erde - Rote Linien für das Klima

Inhalt: Fast 20.000 Teilnehmer, internationale Diplomaten, Politiker und NGOs ringen 2017 in Bonn darum, die Erwärmung der Erde zu verlangsamen. Während der Weltklimagipfel tagt, formiert sich im nur siebzig Kilometer entfernten Hambacher Forst, im rheinischen Braunkohlerevier, der Widerstand. Seit vielen Jahren besetzen hier Aktivisten den Wald: "Ich werde nicht weggehen, solange dieses Loch weitergebaggert wird", sagt Clumsy, der in einem Baumhaus nahe des Tagebaus lebt, um weitere Abholzungen zu verhindern. Dabei ist die Unterstützung durch Bürgerinitiativen und Umweltgruppen deutlich gewachsen. Bei einer der größten Protestaktionen Ende August bildeten 3.000 rot gekleidete Menschen auf der Trasse der alten A4 eine rote Linie. Sie zeigten damit: Hier sollen die Bagger halt machen, um die Reste des am meisten umkämpften Waldes Deutschlands und die umliegenden Dörfer zu retten. RWE, der Energiekonzern, der die wertvolle Kohle für Strom aus der Erde holt, hat das Gesetz auf seiner Seite und alle rechtlichen Grundlagen dafür, bis 2045 Braunkohle abzubauen. Dafür garantiert er die Stromerzeugung und Energieversorgung des Landes und sichert Arbeitsplätze. Nun ist das Revier zur größten Kohlenstoffdioxid-Quelle Europas geworden und steht damit als Klimakiller am Pranger. "Es geht nicht nur um den Erhalt unserer Dörfer", sagt Antje Grothus von der Bürgerinitiative aus Buir, wenige Kilometer vom Tagebau Hambach entfernt: "An der roten Linie entscheidet sich, ob Deutschland seine Klimaziele erreichen wird". Denn, so meinen die Experten, wenn Deutschland an der Braunkohle festhält, kann es die eigenen Klimaversprechen nicht mehr halten. Unterstützt werden die Forderungen an die Politik von engagierten Kirchengemeinden, die sich auf Papst Franziskus berufen. Er hat sich in seiner Enzyklika "Laudato si" deutlich für den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen ausgesprochen. Ein Film über Waldbesetzer, Bürgerinitiativen und engagierte Kirchenmitglieder, ein Sittengemälde des regionalen Kampfes gegen die Klimaerwärmung, während der Weltklimagipfel tagt. - Lasst die Kohle in der Erde - Rote Linien für das Klima.

 

27. April, ZDF, 05:35 Uhr: Die Klimaretter - Wer spart, gewinnt!

Inhalt: Immer mehr neue Klamotten kaufen. Jeden Tag ein neues Shirt anziehen. Muss man das wirklich? Drei Familien versuchen, sich klimaschonender anzuziehen, um CO2 einzusparen. Die Berliner Familien versuchen sechs Wochen lang, ihren gesamten Alltag zu verändern, um CO2 einzusparen. Eine Woche lang geht es nun um Kleidung.

 

23. April, SWR BW, 15:15 Uhr: Technikgeschichten - Die Heizung

Inhalt: Was ist bloß aus dem dreckigen Ungetüm im Keller geworden? Für so manche Etagenwohnung ist die Heizung heutzutage schon Designermöbelstück. Wer die Biografie der Heizung verfolgt, erlebt interessante Einblicke in die Gesellschaft. Okay, am Anfang war das Feuer, von da bis zum wandhängenden Warmwasserofen ist es ein langer Weg. Der führt über Sigmaringen, denn im dortigen Schloss wurde die allererste Dampfheizung eingebaut. Ihr Installateur, der Schwabe Johannes Haag, geriet daraufhin zum Haus- und Hofheizer für russische Zaren und europäische Kaiser. Haag und all die anderen Heizungspioniere würden staunen, was aus den Nachfolgern geworden ist. Denn die edlen Zuhause-Warm-Wohlfühl-Computer mit überraschenden Abgaswerten sind auf dem besten Weg zum Statussymbol. Doch wo liegt die Zukunft der Heizung? Wie vereinbar sind Komfort und Effizienz und welche Folgen hat der Klimawandel für unsere Heizgeräte? In einer Dokumentation des Südwestrundfunks erwärmen sich die Autoren Ulrike Gehring und Christian Stöffler für eine fast unsichtbare Technik, ohne die unser heimisches Wohlgefühl nicht denkbar wäre. Sie folgen den Spuren der Heizpioniere und erleben an der Seite eines rheinischen Heizungsbauers, warum die Ölheizung noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

 

20. April, ZDF, 17:35 Uhr: plan b: Faire Ferien - Reisen mit gutem Gewissen (Wiederholung: 25. April, 04:40 Uhr)

Inhalt: Viele Menschen möchten sich umweltbewusst verhalten, kaufen im Biomarkt ein oder beziehen Ökostrom. Auf Reisen ist Nachhaltigkeit komplizierter zu realisieren. Sanfter Tourismus beginnt mit einer klimafreundlichen Anreise zur Unterkunft. Die Bahn hat eine deutlich bessere C02-Bilanz als das Auto oder das Flugzeug. Auch Hotels könnten viel mehr tun, damit Urlaub mit gutem Gewissen möglich ist. - Faire Ferien: Reisen mit gutem Gewissen.

 

20. April, ZDF, 05:35 Uhr: Die Klimaretter - Wer spart, gewinnt!

Inhalt: Heißer Dampf steigt aus der Badezimmertür. Doch mit der vollen heißen Badewanne ist bald Schluss! Denn drei Familien sind bereit, weniger Warmwasser zu verbrauchen, um CO2 einzusparen. Eine Woche lang geht es nun um den Warmwasserverbrauch. Die Familie, die ganz am Ende prozentual am meisten einspart, gewinnt eine klimaschonende Familienreise.

 

18. April, Tagesschau24, 23:30 Uhr: Schwänzen fürs Klima? - Unterwegs im Westen - Über Schüler und Studenten der "Fridays for future"-Bewegung

Inhalt: Es ist Freitag, 11 Uhr, und hunderte Schüler ziehen durch Düsseldorf zum Landtag. Eigentlich müssten die meisten von ihnen gerade in der Schule sein, aber sie demonstrieren und rufen: "Wir bleiben laut, weil ihr uns die Zukunft klaut". Ihr Vorbild ist die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden. Seit vergangenen Sommer zieht sie jeden Freitag vor das schwedische Reichstagsgebäude. Sie schwänzt die Schule, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Tausende Schüler und Studenten - auch aus NRW - machen es ihr mittlerweile nach. Jeden Freitag streiken sie unter dem Motto "Fridays for future" für einen früheren Kohleausstieg und eine bessere Zukunft. Mit dabei die 16-jährige Lucy aus Düsseldorf, die sich vegan ernährt und Plastikmüll vermeidet, und der 15-jährige Mathis aus Schwalmtal, der sich für einen besseren Schutz der heimischen Vogelarten einsetzt. Auch Carla, eine Studentin aus Münster, ist in der FFF-Bewegung aktiv und organisiert die Proteste in NRW. Unterwegs im Westen begleitet Schüler und Studenten bei ihren Aktionen in Düsseldorf, Münster und Berlin. Der Film zeigt, wie und warum junge Menschen die Welt verbessern wollen und wie sie das im Alltag leben.

 

16. April, ARD ALPHA, 02:30 Uhr: alpha-centauri - Klimawandel vor 10000 Jahren?

Inhalt: Sn dieser Sendereihe erklärt Professor Harald Lesch die Grundzüge des Universums. Er untersucht ferne Galaxien und bringt den interessierten Zuschauern unser Sonnensystem näher.

 

14. April, ZDF, 16:30 Uhr: planet e.: Auto adé! - Wie es auch ohne geht (Wiederholung: 16. April, 04:30 Uhr)

Inhalt: Blechlawinen walzen durch die Städte. Schadstoffe und Lärm machen krank. Treibhausgase heizen das Klima an. Müssen unsere Autos raus aus der Stadt? Personenwagen parken im Schnitt 23 Stunden am Tag. Sie belegen wertvollen Lebensraum, kosten uns alle viel Geld. Immer mehr ökologische Alternativen sind gefragt. Gut 47 Millionen Pkw gibt es in Deutschland. Hintereinander gestellt, würden sie rund 350 000 Kilometer Fahrbahn zuparken. Sie stehen wie selbstverständlich tagelang im öffentlichen Raum und behindern so Anwohner, Fußgänger und Fahrradfahrer. Der Mobilitäts- und Zukunftsforscher Professor Stephan Rammler schlägt Alarm: "Es wird immer enger in den europäischen Städten. Es gibt einfach zu viele Autos. So, wie die Städte gebaut sind, halten sie das nicht mehr lange aus." Wissenschaftler wie Rammler drängen auf eine pragmatische und klimaschonende Mobilitätswende: weg vom eigenen Pkw, hin zum öffentlichen Nahverkehr, dem Lastenfahrrad und Shuttle Services. Laut einer OECD-Studie ersetzen drei Minibusse 100 Pkw. Auch für den ländlichen Raum gibt es erste Lösungsansätze: Der Shuttlebus "Emily" fährt in Kooperation mit der Deutschen Bahn bereits autark auf einem Testgelände. Jeder kann heutzutage via App auf einen eigenen Fuhrpark zurückgreifen, ohne ein Fahrzeug besitzen zu müssen, ohne Parkdruck, Stress und hohe Ausgaben. An der Universität Magdeburg forscht man sogar an dem Prototypen eines autonomen Fahrrads. Einige europäische Städte haben auf das Verkehrschaos schon reagiert. Zum Beispiel Barcelona - hier werden Autos ausgesperrt oder gezwungen, langsam zu fahren. Weltweite Protestaktionen wie der "Parking Day" zeigen, wie Anwohner Parkplätze umgestalten könnten zu Sandkästen, Kaffeebars, Sofaecken und Treffpunkten. "planet e." zeigt, welche Alternativen zum eigenen Auto es inzwischen gibt und wie der Verkehr der Zukunft in unseren Städten aussehen könnte. - Auto adé! Wie es auch ohne geht.

 

13. April, ZDF, 05:35 Uhr: Die Klimaretter - Wer spart, gewinnt!

Inhalt: Mit dem Auto zur Schule gefahren zu werden, ist bequem. Doch jetzt wird das Fahrrad auch bei Regen rausgeholt. Denn drei Familien wollen weniger mit dem Auto fahren, um CO2 einzusparen. Die Berliner Familien versuchen sechs Wochen lang, ihren Alltag zu verändern, um CO2 einzusparen. Eine Woche lang geht es nun um die Fortbewegung von A nach B.

 

 

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