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Plastikverbot ab 2021

Plastikverbot ab 2021

  03 / 2019    

Die EU beschloss Ende März 2019, dass Wegwerfprodukte aus Plastik ab dem Jahr 2021 verboten sind. Geschäfte innerhalb der EU dürfen dann keine Einwegprodukte aus Plastik wie Besteck, Wattestäbchen oder Trinkhalme mehr verkaufen.

 

Aber auch Hersteller werden stärker in die Pflicht genommen und müssen sich an den Kosten für Abfallentsorgung beteiligen. So sind beispielweise Tabakhersteller aufgefordert, sich an den Kosten der Reinigung beteiligen, die durch weggeworfene Zigarettenstummel entstehen. Außerdem besagt die neue Richtlinie, dass die Hersteller auf die schlechten Umweltauswirkungen durch das Wegwerfen von Einwegprodukten in die Natur hinweisen müssen. Darüber hinaus beschloss man neue Ziele fürs Recycling.

 

Hintergrund der Gesetzgebung ist der hohe Anteil an Plastikmüll in den Weltmeeren. Durch das Verbot versucht man, diese schädliche Menge zu verringern.

 

Schon jetzt gibt es Alternativen zu Plastikgeschirr und Wattestäbchen aus Kunststoff. Aber das Verbot der EU ab 2021 wird den Markt der Plastikeinwegprodukte stark verändern. Auch die Kunststoffbranche ist erheblich betroffen. Schließlich macht diese jährlich einen Milliardenumsatz und bietet damit viele Arbeitsplätze. Schon jetzt stellen die großen Hersteller ihr Produkte auf plastiklose Alternativen um, es drängen aber auch neue Anbieter in den Markt. Ein komischer Nebeneffekt: auf einmal werden Trinkhalme aus Stroh als Neuheit beworben. Dabei ist es doch das, womit die Geschichte des Trinkhalmes anfing: dem Trinkhalm aus Stroh – oder auch dem Strohhalm.

 

  1. Nenne Gründe, warum es wichtig ist den Verbrauch von Plastik zu verringern. Suche ggf. nach Hintergrundinformationen, um die Aufgabe zu bearbeiten.
  2. Fasse die wichtigsten Punkte der neuen EU-Richtlinie zusammen.
  3. Stelle Vermutungen an, welche Auswirkungen das Verbot auf die Wirtschaft hat.
  4. 4. Diskutiert in der Klasse, welche Konflikte durch solche Gesetze entstehen können und warum es dennoch wichtig ist, diese einzuführen.

 

Meldung und Aufgaben als DOCX oder als PDF

 

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