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25. UN-Klimakonferenz in Madrid

25. UN-Klimakonferenz in Madrid

  12 / 2019    

In diesen Tagen findet in Madrid die 25. UN-Klimakonferenz statt. Führende Politiker, Klimaexperten, Unterhändler, Vertreter von nationalen und internationalen Klimaschutzorganisationen und Journalisten aus der ganzen Welt diskutieren vom 2. bis 13. Dezember 2019 in der spanischen Hauptstadt über den aktuellen Zustand unseres Klimas und suchen Maßnahmen, die notwendig sind, um es zu schützen.

Die erste Klimakonferenz fand 1979 im schweizerischen Genf statt. Auf dieser Konferenz wurde das grundsätzliche Ziel formuliert, das im Mittelpunkt von allen nachfolgenden Konferenzen stand: Es geht um die Entwicklung von Maßnahmen, die den negativen menschlichen Einfluss auf das Klima minimieren und die durch den Menschen verursachten schädlichen Klimaveränderungen eindämmen sollen.

Zu den wohl bekanntesten und bedeutendsten Meilensteinen gehören das Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 und Pariser Übereinkommen, das 2015 als Ergebnis der 21. Klimakonferenz in Frankreich verabschiedet wurde.

Im Rahmen des Kyoto-Protokolls wurden zum ersten Mal in der Geschichte rechtlich verbindliche Ziele für Emissionshöchstmengen für Industrieländer international festlegt. Das Pariser Übereinkommen soll das Kyoto-Protokoll beerben, und seine Ziele gehen deutliche weiter als die Einschränkung von Treibhausgasemissionen. Unter anderem soll die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C begrenzt werden. Dieses Ziel ist nicht einfach zu erreichen. Das setzt einen sehr ambitionierten Klimaschutz voraus. Dafür müssen, z. B. die Nettotreibhausgasemissionen zwischen 2045 und 2060 auf null reduziert werden, was in unserer jetzigen Welt, in der die Energieversorgung überwiegend auf fossilen Rohstoffen basiert, kaum vorstellbar ist. Doch bereits jetzt machen viele Länder sehr viel für den Klimaschutz. Sie investieren Geld in Modernisierung, unterstützen innovative Lösungen, die z. B. unsere Energieversorgung klimafreundlichen machen werden. Zusätzliche Steuern und Abgaben auf die Verwendung von klimaschädlichen Technologien sollen hingegen Menschen dazu bringen, ihr Verhalten zu überdenken. 

Doch manche fragen, warum sollen wir uns anders verhalten und was bringt uns eigentlich Klimaschutz? Um das beantworten zu können, muss man schauen, welche Auswirkungen Klimawandel auf unser Leben hat. Seit Jahren steigt die Anzahl von Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel verursacht werden: Weltweit leiden Menschen unter Auswirkungen von Dürren, Überschwemmungen und Stürmen. Jede Naturkatastrophe zerstört all das, was wir aufgebaut haben. Einzelne Verluste summieren sich zu hohen wirtschaftliche Schäden für ganze Länder. Besonders betroffen sind die Branchen, die direkt von extremen Klimaerscheinungen abhängig sind. Das können z. B. Landwirte sein, die ihre Ernte wegen einer lang anhaltenden Trockenheit- und Hitzeperiode verlieren. Ebenfalls betroffen sind Versicherungsunternehmen, die anderen ihre Verluste erstatten müssen. 2013 sprach die Bundeszentrale für politische Bildung in einem Artikel von bis 12 Milliarden EURO an Gesamtschäden, die durch das Hochwasser 2013 entstanden sind. 3 Milliarden davon sollten die Versicherungsunternehmen tragen.

  

1.    Klimaschädliche Treibhausgase entstehen bei der Verbrennung von fossilen Rohstoffen. Diskutiert, welchen Beitrag kann die Energiebranche leisten, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren? Nennen Beispiele dafür, die in eurer Region zu finden sind?

2.    Findet heraus, welche von dem Klimawandel verursachten Naturkatastrophen können in Deutschland treten in Deutschland auf und welche Branchen sind am stärksten davon betroffen?  

 

 

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